Die Belegärztin und der Belegarzt sind hervorragend ausgebildete Fachärzte, welche selbständig tätig sind und ihre Patienten eigenverantwortlich im Spital oder in der Praxis behandeln und betreuen.
- Die Belegärztin oder der Belegarzt arbeitet kooperativ mit dem Spital zusammen und nutzt dessen Infrastruktur (OP-Säle, Stationen, Diagnostik) für ihre/seine Behandlungen.
- Sie/Er behandelt überwiegend Patienten, die sie/er in ihrer/seiner Praxis akquiriert oder die über Haus- bzw. Fachärzte vermittelt werden. Die Behandlung erfolgt anteilig im Spital und anteilig in der eigenen Praxis.
- Sie/Er ist in der Regel fachärztlich breit oder spezialisiert tätig, je nach den Angeboten des Spitals und ihrer/seiner Praxis.
Die schweizerischen Belegärztinnen und Belegärzte sind an privaten wie auch an öffentlichen Spitälern tätig.
Typische Fachgebiete
- Orthopädie und Unfallchirurgie
- Allgemeinchirurgie / Viszeralchirurgie
- Gefässchirurgie
- Urologie
- Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)
- Augenheilkunde
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Thorax-/Lungenchirurgie
- Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
- Neurochirurgie
- Wirbelsäulenchirurgie
- Kardiologie, invasive Kardiologie
- Pädiatrie (selten, meist in speziellen Belegabteilungen)
- Radiologie (Belegabteilungen in manchen Spitälern)
- Schmerzmedizin / Anästhesiologie-belegärztlich (in bestimmten Zentren)
Oft konzentriert sich der Belegarztcharakter auf chirurgische Fachrichtungen, kann aber auch in anderen Bereichen existieren.
Die privaten Spitäler sind unter dem Dachverband ospita zusammengeschlossen.